Der Gillbach prägt Landschaft, Natur und Naherholung in unserer Region. Mit dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung droht jedoch ab 2030 ein drastischer Rückgang der Wasserführung, da die bisherigen Kühlwassereinleitungen entfallen. Ohne geeignete Maßnahmen besteht die Gefahr, dass der Gillbach in Teilen trockenfällt.
Mit unserem Antrag möchten wir den aktuellen Stand des Gillbach-Konzepts transparent im Ausschuss für Planung und Umwelt vorstellen lassen. Der Erftverband soll darlegen, welche Lösungen für die zukünftige Wasserführung – insbesondere im Oberlauf bei Auenheim und Niederaußem – geprüft werden und welche Handlungsempfehlungen die Facharbeitsgruppe erarbeitet hat. Dabei soll auch bewertet werden, ob eine alternative Speisung, etwa über die Rheinwassertransportleitung, möglich ist. Zudem sollen die Auswirkungen auf die Regenwasserbewirtschaftung in den Baugebieten „Im Euel“ und „Fortuna Quartier“ erläutert werden.
Historische und geologische Erkenntnisse sprechen dafür, dass der Gillbach ursprünglich ein dauerhaft wasserführendes Gewässer war. Seine ökologische und städtebauliche Bedeutung ist groß – auch für die zukünftige Entwicklung des Kraftwerksstandorts Niederaußem. Deshalb braucht es eine fundierte, wissenschaftlich abgesicherte Entscheidungsgrundlage, wie der Gillbach langfristig erhalten werden kann. Unser Ziel ist Transparenz und eine nachhaltige Lösung für Mensch und Umwelt in Bergheim.
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